KONZEPT

Diese ist eine Zusammenfassung des Konzeptes der Praxis "Jungen in der Ergotherapie".

Diese soll nicht heißen das nur Jungen behandelt werden doch wir konnten in letzter Zeit immer häufiger beobachten das Jungen vermehrt Probleme in der Schule und im Alltag haben.

Wenn sie hierzu Fragen und Anregungen haben setzen sie sich doch gerne mit uns in Verbindung.

ZUSAMMENFASSUNG

Es sind immer mehr Verhaltensauffälligkeiten bei Jungen zu beobachten. Sie sind deutlich häufiger von ADHS und Legasthenie betroffen als Mädchen. Lehrer und Erzieher berichten vermehrt von Jungen, die Probleme im Schulalltag haben.

Im 6. - 14. Lebensjahr ist für einen Jungen ein männliches Vorbild wichtig. Ab dem 14. Lebensjahr suchen sich Jungen Vorbilder von Außen. Diesen Prozess sollten Eltern begleiten und bei der Suche mithelfen.

Probleme von Jungen heute:

Es fehlen oft die männlichen Bezugspersonen. So gibt es in Grundschulen und Kindergärten meist Erzieherinnen und Lehrerinnen. Auch bei Freizeitangeboten fallen die männlichen Bezugpersonen häufig weg. Die Väter müssen oft sehr lange und viel arbeiten und können so ihre Vaterrolle nicht immer voll ausfüllen.

Weiterhin spielen Computer und Konsolen-Spiele eine große Rolle in der Freizeitgestaltung. So verbringen viele Jungen die Zeit vor dem Bildschirm statt mit anderen Kindern draußen zu spielen oder sich auch alleine zu beschäftigen. So ist es schwierig, Motorik, Phantasie und Sozialverhalten zu entwickeln.

Mittlerweile gibt es eine große Anzahl allein erziehender Mütter, die für die gesamte Erziehungsarbeit verantwortlich sind. Es ist wichtig, dass sie sich Hilfen holen und fördern, dass ihr Kind auch männliche Bezugspersonen bekommt wie z. B Freunde der Familie, Trainer im Verein, Lehrer u.s.w..

Was kann die Ergotherapie dazu beitragen.

Als männlicher Ergotherapeut habe ich eine andere Ansprache an die Jungen. So kann ich in bestimmten Situationen anders auf sie einwirken. Weiterhin kann ich das Kind in der Schule unterstützen. Dieses kann z. B. durch Gespräche mit Lehrern erfolgen. Hier können Tipps zur Arbeitplatzgestaltung gegeben werden oder an besonderen Hilfestellungen gearbeitet werden, um die Konzentration und Ausdauer des Schülers zu steigern.

Ebenso versuche ich, die Eltern während der Therapie zu begleiten und zu unterstützen. Weiterhin versuche ich ein Netzwerk mit Partnern aufzubauen, in dem wir die Kinder und ihre Eltern aktiv in der Freizeitgestaltung unterstützen können.